Würde und Mitgefühl

In Psychotherapie, Beratung, Organisationen und Gesellschaft

Prof. Dr. Luise Reddemann: Würde als Leitorientierung kann und sollte ein Grundgedanke jeder zwischenmenschlichen Begegnung sein, und damit auch von psychotherapeutischen Begegnungen. Auch im Patientenrechtegesetz von 2013 spielt der Respekt vor der Würde des Menschen insbesondere im Aspekt des Respekts vor der Autonomie eine zentrale Rolle. PsychotherapeutInnen sind eingeladen sich damit zu beschäftigen, was eine Würdeorientierung konkret bedeuten kann. Hier geht es um Themen wie Selbstbestimmung und Grenzen, Begegnung auf Augenhöhe ohne Wenn und Aber, Respekt vor Verletzlichkeit. Alle diese Themen sollen auf der Tagung reflektiert und auch selbst erfahren werden, indem die TeilnehmerInnen eingeladen sind, sich Würdeverletzungen im Alltag bewusst zu machen und sich zu fragen, ob diese alltäglichen Würdeverletzungen nicht auch teilweise in Psychotherapien vorkommen können. Denn immer mehr gewinnt Schnelligkeit vor ruhigem Erkunden und ein Interesse an Werten scheint zu schwinden.

Dr. Gunther Schmidt: Zieldienliches, kompetentes Zusammenwirken in konstruktiver Ko-Existenz setzt voraus, dass zentrale Grundbedürfnisse in Interaktionen beachtet und gelebt werden, besonders Würde, Mitgefühl, Wertschätzung, Autonomie, Verbundenheit und Fairness.

Programm

Helga Breuninger / Wilfried Schley, Philip Dao, Klaus Hüllemann, Ortwin Meiss, Matthias Ohler, Luise Reddemann, Mechthild Reinhard, Gunther Schmidt, Hanne Seemann, Philip Streit

Weitere Informationen auf wuerde-symposium-heidelberg.meihei.de

Wann, wo, wie?

  • Termin: 29.9.-1.10.2017
  • Ort: Heidelberg
  • Frühbucherpreis
    360,- Euro bei Anmeldung bis 31.3.2017

Zur Anmeldung

Kontakt: +49 6221 41 09 41

Veranstalter

Mitveranstalter

Prof. Dr. Luise Reddemann –
Foto © Marijan Murat
Carl-Auer-Akademie